VU mit PKW

Datum: 24. Mai 2019 
Alarmzeit: 08:59 Uhr 
Dauer: 1 Stunde 26 Minuten 
Art: THL 3 
Einsatzort: Limbach – Sand 
Fahrzeuge: HLF 20, KdoW, LF 8/6 
Weitere Kräfte: FF Limbach, FF Sand, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Zwei Verletzte bei Frontalzusammenstoß

Ein schwerer Unfall passierte zwischen Limbach und Sand. Ein Großaufgebot an Helfern war im Einsatz.

(Bericht: www.infranken.de)

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Freitagmorgen auf der Straße zwischen Limbach und Sand zwei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Zwei Autos waren im Begegnungsverkehr frontal zusammengeprallt.

Kurz vor 9 Uhr kam es zu dem folgenschweren Zusammenstoß. Nach den Angaben der Polizei war ein 21 Jahre alter Opel-Fahrer von Limbach in Richtung Sand unterwegs und rund 500 Meter vor Sand am Beginn einer langen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn gekommen. Dabei kollidierte sein Pkw mit einem entgegenkommenden Golf, an dessen Steuer eine 29-jährige Frau saß.

Der Aufprall war so heftig, dass die Unfallstelle rund 100 Meter lang einem Trümmerfeld glich. Reifen-, Blech- und andere Fahrzeugteile waren über die gesamte Fahrbahn verteilt. Nach dem Zusammenstoß blieben die Autos erst nach rund 80 Meter voneinander entfernt liegen.

Der Opel Corsa des Unfallverursachers schleuderte nach dem Frontalzusammenstoß quer über die Straße und prallte nach links in die Böschung. Die Kollision war so heftig, dass bei dem Pkw die Fahrzeugbatterie schmolz und sich zum Teil durch die Motorhaube brannte. Der Golf kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach quer auf dem parallel zur Straße verlaufenden Geh- und Radweg liegen.

In einer ersten Meldung hatte es zunächst geheißen, es seien Personen eingeklemmt. Das bestätigte sich glücklicherweise nicht. Beide Autofahrer, die jeweils alleine in ihren Autos saßen, konnten sich selbstständig befreien, wie Andreas Winkler, Kommandant der Feuerwehr Sand bestätigte.

Während der 21-jährige Unfallverursacher mittelschwer verletzt und mit einem Rettungswagen in den Schockraum des Klinikums Bamberg eingeliefert wurde, erlitt die 29 Jahre alte Frau schwerere Verletzungen. Nach Erstversorgung durch einen Notarzt und den Rot-Kreuz-Rettungsdienst wurde sie mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 18“ in den Schockraum der Uniklinik Würzburg geflogen. Lebensgefahr bestand nach ersten Einschätzungen nicht.

An der Unfallstelle waren zwei Rettungswagen aus Eltmann und Ebern, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Haßfurt sowie Ingo Stöhlein, Einsatzleiter des Roten Kreuzes für den Rettungsdienst, und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Ebenso wurden von der Integrierten Leitstelle Schweinfurt die First Responder (Ersthelfer) der Feuerwehr Sand alarmiert. Seitens der Feuerwehren Sand, Eltmann und Limbach waren rund 40 Helfer vor Ort. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um, stellte den Brandschutz sicher und fing auslaufende Betriebsstoffe auf.

Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt waren mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Stefan Scherrer, Verkehrssachbearbeiter der Polizei für den Landkreis, sprach aufgrund des hohen Zerstörungsgrades beider Fahrzeuge an der Einsatzstelle davon, dass die beiden Unfallbeteiligten offenbar sehr viel Glück hatten. Die Pkw seien heutzutage wesentlich stabiler und mit zahlreichen Sicherheitseinrichtungen versehen. „Vor 20 Jahren hätten wir bei diesem Unfall vermutlich zwei Tote beklagen müssen“, mutmaßte der erfahrene Beamte.

Die Straße zwischen Sand und Limbach blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund zwei Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. An beiden Autos entstand Totalschaden; sie wurden abgeschleppt.

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